Blächköpfe
In Memory of TOM
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Manchmal geschehen unfassbare Dinge, welche man einfach nicht wahrhaben will....

Mein lieber Schwager Tom war ein charmanter Rebell, der im Leben immer seinen Kopf durchgesetzt hat. Er war ein Arbeitstier, der sich nie zu schade war um anzupacken und auch zu helfen. Oft haben wir uns auf Baustellen durch den Dreck gewühlt, wenn es darum ging, Fussballplätze zu errichten und viele Nächte haben wir uns um die Ohren geschlagen, damit der Boden irgendeines Bürohauses rutschfest und sicher war, bevor die ersten Angestellten zu Arbeit kamen. Tom konnte aber nicht nur arbeiten, sondern auch feiern...und nicht zu knapp. Egal ob an der Fasnacht als Bernerwiib oder bei sonstigen Anlässen, wo es etwas zu feiern gab, ging Tom nicht selten erst dann nach Hause, wenn es schon hell war. Tom hat immer alles gegeben, ob bei der Arbeit, beim Handball oder beim Baseball. Wir haben zusammen viel gelacht und viel erlebt. Als ich meine Corinne kennengelernt habe, war Tom acht Jahre alt. Er erwischte uns damals dabei, wie wir uns beim Hauseingang küssten. Damit er bei den Eltern nicht petzte, mussten wir ihm haufenweise Kaugummi kaufen. Ich weiss es nicht mehr genau, aber ich denke, er hielt dicht....

Ich durfte Tom nicht nur als Schwager erleben, sondern auch als mein kleiner Bruder und später auch als guter Freund und Kumpel. Er war auch derjenige, der als Götti unserer Tochter Martina jeden in den Schatten stellte, wenn es darum ging Geschenke zu machen. Er war ein Pfundskerl.

Vor ca. zwei Jahren begann aber sein Leidensweg. Was anfänglich als Kleinigkeit diagnostiziert wurde, konnte mit der Zeit nicht mehr gestoppt werden. Nach mehreren Monaten Krankenhausaufenthalt, konnte er im Sommer 2007 endlich wieder nach Hause. Doch es war offensichtlich Gottes Wille, dass die Freude nur wenige Monate anhalten sollte. Doch Tom gab nie auf  und liess geduldig und zielstrebig die unmöglichsten Prozeduren über sich ergehen.

......und nun ist er nicht mehr da. Am 17. September, im Alter von 31 Jahren, schloss Tom für immer die Augen und machte sich auf den Weg in eine hoffentlich bessere Welt. Unendlich gross ist das Loch, dass Du, lieber Tom, hinterlassen hast. Und ebenso gross ist die Wut darüber, dass wir untätig zum Zusehen verdammt waren, ohne etwas dagegen unternehmen zu können. Dein Kampfwille war unendlich stark und nun kannst Du loslassen und in Frieden ruhen. Uns bleiben die Erinnerung an einen wunderbaren Sohn, Bruder, Schwager, Götti und guten Kumpel.

Es war mir eine Ehre, Dich als Schwager gehabt zu haben.

 

RUHE IN FRIEDEN, lieber Tom.